Schöne digitale Welt

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heute bestellt und morgen da – so der Claim.

Aber nur dann, wenn alles gut geht. Und meint in diesem speziellen Fall DHL.

Pakete verschwinden, auf unerklärliche Weise. Die Filiale in die Pakete angeblich geliefert werden, steht hilflos da. Kann nichts tun, außer erklären, nein immer noch nicht eingetroffen.

Über eine Woche der selbe Onlinestatus. Jeden Tage den ich die Filiale betrete treffe ich mehrere andere Kunden mit dem selben Problem. Alle eint, Paket kommt und kommt nicht an. Genau wie ich, werden sie von Tag zu Tag genervter.

Anrufe im DHL Callcenter. Etwas klären in der digitalen Welt, schwierig. Als Kunde, kommt die Wand immer näher an die man gleich laufen wird. Geschichten die man in den Filialen hört, interessieren das Callcenter nicht.

Geschichten wie: Filialen kämpfen seit Monaten mit dem Problem, dass Kunden Benachrichtgungen zur Paketabholung in die Briefkästen geworfen werden, die den Filialen nicht (mehr?) zugestellt werden.
… und die Kunden? Ziehen zunehmend angefressen von dannen.

Erinnert sich noch wer an den Film „Falling down – ein ganz normaler Tag“ mit Michael Douglas, aus 1993?

Wieder mal steht er im Stau. Nur an diesem Tag waren es zuviele Kleinigkeiten in Summe – es reichte.
So derart, dass er aussteigt, seinen Wagen mitten in der rush hour stehen läßt und der ganz „normale“ Wahnsinn nahm seinen Lauf… Der Film ist fast 30 Jahre alt…

Der Anfang der Geschichte? Der ganz normale Alltag (oder Wahnsinn), in dem jemand an die Wand läuft. Das Ende? Eine Katastrophe. Das Schräge? Dass der dort erzählte Alltag – vor der Digitalisierung – die Vorstufe des heutigen ist, und schon krass genug war…