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Leselounge;)

Leselounge;)

Monnica Hackl bringt mich ins Schleudern, weil auch Schulmediziner quer Beet, über Erfolge mit Schamanismus in der Medizin berichten, da wird’s schwierig zu fragen, hhhmmm, kann das sein, wenn es ist…?

Klappentext – Schamanische Techniken zählen zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit. Dass sie auch im modernen Leben wirkungsvoll eingesetzt werden können, beweist dieses Buch. Gerade bei körperlichen oder psychischen Erkrankungen, wo Schulmedizin und Psychologie an ihre Grenzen stoßen, eröffnet die schamanische Heilung faszinierende Möglichkeiten. Mit einer Fülle von Fallbeispielen aus eigener Praxis schildert Monnica Hackl den Ablauf einer schamanischen Heilbehandlung. Sie zeigt deren Chancen auf und beschreibt, wie krank machende Blockaden gelöscht, negative Energien aufgelöst und verlorene Seelenanteile zurückgeholt werden können. Besonderes Augenmerk wird auf das Zusammenspiel mit der Schulmedizin gelegt: Zahlreiche Erfahrungsberichte von Ärzten belegen eindrucksvoll die Wirksamkeit der schamanischen Heilkunst.

Ich hab mir das Buch gekauft, eben weil sie sich der Schulmedizin stelltund Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten ausbildet…, und nicht wild drauf los rasselt / trommelt.

Bei ihr laß ich vieles, was mich nachdenken lässt. Einige Male dachte ich, ups, das kennste doch…, da war doch was…, hat das nicht…, meine Großmutter erzählte auch solche „G’schichten“.

Allerdings finde ich es nichts desto trotz, eine gewaltige Gradwanderung…

Europäisches Kulturgut

Was ich in jedem Fall aus dem Buch raus ziehe, das Pickerl Schamanismus klebt auf etwas, was ich für europäisches Kulturgut halte.

Wir haben es in unserer europäischen Kulturgeschichte. In den Kirchen, in Form von Bildern, Gemälden, Skulpturen, Gärten (= Friedhöfen und Klostergärten). Bei den Griechen und Römern, Käuterweibern und Wurzelsepps, Eremiten und Waldfrauen. In Märchen, Sagen und Mythologien, egal ob christlich, jüdisch oder maurisch (im Süden). Bei uns sind die Völker durch, sie haben hier gelebt.

Was braucht es das Pickerl Schamanismus von einem anderen Kontinent?
Auch wir haben eigene Wurzeln, Vielfalt, und davon jede Menge.
Bringen wir’s doch zusammen, mit seinen eigenen Identitäten.

Hildegard von Bingen, eine Schamanin?

DCS_0020Schwierige Frage. Ganz sicher bringt sie die Aspekte mit, die dem zuzuordnen sind. Andererseits hat Europa seine eigenen Geschichte, mit Hexenverbrennungen etc.pp., die auch anerkannt werden muß.

Sie darum Schamanin zu nennen, finde ich unangemessen.

Was anderes nehmen/nennen, wenn das Eigene schon nicht verstanden wird?

Dieses Feld kurzzeitig verlassend, der Dalai Lama sagte in einem seiner Interviews, er versteht nicht, warum die Menschen unseres Kulturkreis zum Buddhismus wechseln. Wir haben alles selbst. Unsere eigenen Symbolik die uns intuitiv zugänglich ist, die wir dadurch naturgegeben besser verstehen. Aber er freut sich natürlich über den Zulauf beim Buddhismus.

… aber Sprache, Bilder und Symbole des Buddhismus, wird ein Europäer nie so
unmissverständlich wahrnehmen, wie ein in dem Kulturkreis aufgewachsener Mensch und umgekehrt.

Es fehlt das „Bildvokabular“, von dem nicht gewusste werden kann, ob es falsch verstanden wird…, weil soviel selbstverständlich erscheint, in der Symbolik, dass es nicht mal auffällt.

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Ich spiele gerne mit Worten. Sagt jemand verrückt, wird üblicherweise, irre, nicht ganz dicht angenommen, aber im eigentlichen Wortsinn, bedeutet ver – rückt, an einer andere stelle stehend, mit irre nicht ganz dicht, hat es noch nichts zu tun. Das kann es im nächsten Schritt werden, muß es aber nicht.

Oder: ent – wickeln, heute im Wortsinn von Wachstum verstanden. Es steht aber für etwas ent – wickeln. Also etwas freilegen.
Bedeutet also nicht zwangsläufig, dass Wachstum folgt, nur dass etwas entpackt wird, was die ganze Zeit da war. Das ist nun etwas anderes, und kann in Folge zu Wachstum führen, muß es aber nicht.

Man übertrage das auf Texte und Bilder aus einem anderen Kulturkreis, zu einer anderen Zeit geschrieben. Wie kann verstanden werden, in welchem Wort- und Bildsinn die Texte verfasst wurden? Da ist zusätzliche „Verkomplizierung“ eingebaut.

Das im ganz Kleinen. Sprache ist (aus meiner Sicht) ohnehin nur ein rudimentäres Übersetzungsprogramm der eigenen Bildsprache im Kopf, um für andere die eigenen Bilder verstehbar zu machen.

Was nicht bedeutet, dass ein Gegenüber die Worte in dem Wortsinn versteht, in dem ich sie verwende, sich ihre Bedeutung bei mir klar ist. Er kann es ganz anders verstehen, wenn er andere innere Bilder mit den Worten verknüpft hat, als ich verwende. Da ist viel Potential für Missverständnisse.

Ein krasser Fall, die Engel

Dasselbe Ding haben wir im Christentum mit Engeln am laufen. Huia, sie fliegen vom Himmel herab, sind ultranette Wesen im Botticelligewand, die uns lieblich anlächeln. Wir laufen bei unseren eigenen Symbolen schon teilweise an die Wand.

Im eigentlichen Sinne sind sie u.a. Symbole für eine wundersame Wende, ein Wunder. Aber dieses Wunder wird nicht von außen zugetragen, sondern kommt DCS_0022aus dem Selbst, durch eine neue Sichtweise, ein neues Verständnis, das es ermöglicht, dem was ist, durch diese neue Perspektive eine andere Wende zu geben, eine Verstrickung aufzulösen.

Was Eigenarbeit ist  – die einem Wunder gleich kommt, wenn ein Knoten sich löst. Ich spreche noch gar nicht davon, was in der tatsächlichen Definition, auf die z.B. Hackl eingeht, Engel sind. In jedem Fall keine Kuschelwesen im Botticelligewand…

Steigen hier bereits viele aus, weil es ihnen nicht bewusst werden will/kann. Wie mag es sich erst mit anderen Religionen und deren Symbolen/Bildern verhalten? Es gibt bestimmt eine Menge, was als etwas aufgenommen wird, wofür es nicht steht. Sehr viel Durcheinander und Verwirrung, durch unbekannte oder falsche Referenzpunkte.

Die Wahl der Worte und Sätze

Da denk ich darüber nach, bei was als Schamanismus verkauft wird. Beim Buch von Oertli beispielsweise, bekomme ich neben den Inhalten, die Krise, weil er so „verkomplizierten Satzkonstruktionen“ verwendet.

DCS_0023Was nicht in einfachen Worten ausgedrückt werden kann, funktioniert nicht. Einfache Regel.

Wenn, um was es geht Gehalt und Inhalt hat, ist es in einfachen Worten leicht gesagt. Das komplizierte drum-rum verwirrt, den der liest, und den, der schreibt, sonst könnt er sich nicht so versteigen.

Dazu gibt es praktische Übungen, die ich auf Reha lernte, wo man das ziemlich schnell für sich selbst heraus findet. Heißt in hiesigen Breitengraden: „wenn’s einfach nicht geht, dann geht’s einfach nicht“ und übersetzt: sortiert Dich erstmal = laß Dir Zeit, Du bist noch nicht soweit, hast „es“ noch nicht.

Wenn Du schreibst und schreibst, und es nicht hinkriegst auf den Punkt zu kommen, bist Du noch soweit. Schreib Dich aus, seitenweise, und wirf die Blätter ungelesen weg. Wenn Du am Kern bist, merkst Du es ganz schnell, dann braucht es drei Sätze und Du hast worum es geht. Auch noch so, dass andere es verstehen. Jetzt ist es fertig, komplett, jetzt hast Du’s…, jetzt erst lässt sich was damit anfangen.

Fand ich z.B. ganz toll, dass Manfred Lütz (Irre, wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen), seine Bücher vom Menschen um die Ecke gegenlesen lässt. Wenn es jeder versteht, ohne Fachchinesisch, passt es.

Was ist jetzt Schamanismus?

Mir erscheint das schwammig. Wenn ich mich an Hackl orientiere, komm dabei heraus:

Heilen, Lösen, Leben, Erleben. Das was das Leben ausmacht.

Womit es ein stückweit eine (erweiterte) Lebensphilosophie sein könnte.

Geister & Dämonen

Bei der Sache mit den Geistern, habe Bauchgrimmen. Aber in Bildern, Metapher und Allegorien gesprochen, haben wir dieses Thema in unseren Märchen und Mythen über ganz Europa verstreut. Überall in selber Bildsprache, auch im AT/NT, in der Kabbala, es scheint mir universell.

Das ist kein Dämon, dafür eine liebenswerte schwarze  Katze!

Kein Dämon, nur eine coole schwarze Katz!

Meine Theorie zu Geistern/Dämonen, es sind eigene Wesenseinteile, die selbst nicht wahrgenommen werden möchten/können und nach außen verlagert werden. Dort können sie stellvertretend bekämpft/befriedet werden, um sie danach zu integrieren.

Den Zweck scheinen sie mir in allen Religionen zu erfüllen. Mir scheint es eine Brücke zum sich selbst aushalten, ertragen, annehmen und damit umgehen lernen zu sein.

In der Umgangssprache, gibt es einen Hinweise darauf, wie z.B. „die eigenen Dämonen…“ oder: „Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, die Götter könnten sie Dir erfüllen“, woher stammen solche Formulierungenn? Für mich sind sie auch Teil von Projektionen, Doublebinds, womit ich in der Psychologie bin.

Allerdings lässt sich worüber Hackl schreibt, nicht mehr ganz damit abdecken/erklären, es geht darüber hinaus. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht, vielleicht hänge ich in meinem eigenen Doublebind?

Vorstellungswelten & Suggestionen & Sinn-/Seinssuche

Mit Gott und den Religionen hat’s der Schamanismus auch. Meine Meinung dazu, am Bsp. Jesus. Der hängt seit 2000 Jahren an allen möglichen Kreuzen weltweit in diversen Räumen und Wohnzimmern rum, und wird nicht runter gelassen. Doublebind/Manipulation(*).

DCS_0025Das waren 6 Stunden seines Leben, aber wird als Bild für ihn genommen, um zu transportieren, wofür er stehen soll.

Das finde ich ziemlich irre, denn wenn die Erzählungen stimmen, dann war es nicht das Eigent- und Wesentliche, worum es ging. So wie ich es verstehe, ging es nicht um opfern, sich aufopfern und geopfert werden, sondern um Leben nach einem geraden Kurs ohne Mummenschanz. Andere Baustelle…

(*) Manipulation deshalb, weil es (gezielt) vom Wesentlichen wegführt. Eine manipulative Bildsprache benutzt. Leid, Qual, Opfer, das war (aus meiner Sicht) nicht das Thema des Lebens, das Jesus lebte war, wenn sich zugetragen hat, was erzählt wird. Aber ich bin keine Christin und schon lange aus der Kirche ausgetreten.

Die Vorstellung vom Paradies

Ein weiteres(für mich), die Vorstellung vom Paradies durch die Erzählungen im AT… Als ich zum ersten Mal in der Wüste war, war für mich klar, woher diese Vorstellung rührt…

DCS_0002Wer Mitten aus einem Meer aus Sand kommt, tagelang nur die Erdfarben, ein wirklich wunderbares Farbspiel, und den blauen Himmel sah, die flirrende trockene Hitze spürt, das Geräusch, wie der Wind den Sand bewegt, oder wenn er darüber läuft, für diesen Menschen ist jede Oase das Paradies schlechthin.

Das Grün knallt wie ein Bombe, so satt, man kann kaum genug von bekommen. Eine Menge anderer Geräusche, deutlich lebendiger, Gerüche, Vögel die zwitschern, Wasser das rauscht, unglaublich intensives Erleben – nach der Wüste, die ihren eigenen, völlig anderen Zauber hat. Von jetzt auf gleich werden alle Sinne in sagenhaften Intensität angesprochen.

Dieses Erleben von Wüste, und in eine Oase kommen, muß für mich das Bild geprägt haben, das Paradies genannt wird… Wortwörtlich bedeutet Paradies, eingehegtes Gebiet, geschlossener Garten.

Einkehr & Ruhe

Nimmt man es so, steht es wohl für nichts anderes, als zu anderen Zeiten das, was Eremiten taten: sich zurück ziehen, Kontemplation, weg vom normalen Leben, hinein in die Stille, in den Wald, in die Natur, Sinne reinigen, lernen wieder alles zu spüren, um nach einer gewissen Zeit zurück zu kehren.

Die Einkehrtage in Klöstern folgen demselben Prinzip. Danach wird das Erleben dessen was ist, so intensiv wie nach einer Zeit in der Wüste in eine Oase zu kommen.

DCS_0027Selbes Prinzip wirkt, eine zeitlang alleine auf einer Hütte, abgeschieden vom Rest der Welt, sich bloß auf das Hier & Jetzt einlassend. Völlig anders als ein Tagesauflug auf den Berg, oder am Wochenende „mal schnell“ in die Berge.

Man lebt mit dem Berg und was um einen ist. Wie es riecht, sich anfühlt, was einem ein Berg gibt, den anderen Geräuschen, auch jenen, die das Holz einer Hütte macht. Da ist Stille aber es ist nicht still (Paradoxon, ich weiß), so man auf die Beschallungsanlagen verzichtet. Eine Besondere, die runter holt, man lernt hören auf was ist, und das erdet, finde ich… Die Dinge können ohne Ohm, Amen, Rasseln und Trommeln, ganz von selbst dahin rücken, wo sie ihren Platz haben – nur in dem man ist.

Eine Woche genügt, zurück in der „normalen“ Welt, die Intensität dessen was ist, ist zu spüren, wie lang nicht mehr. Was ich auch so erlebt habe, wie das nach einer Zeit im Meer von Sand in einer Oase anzukommen.

Katja Büllmann erzählt z.B. in ihrem Buch, „Mit einer Reise fing alles an“ u.a. die Geschichte von Heike, die vier Wochen ein Schweigeseminar in den Schweizer Bergen besuchte. Anscheinend machen/brauchen/suchen das Menschen auf unterschiedliche Weise, aber es scheint mir alles das Selbe zu sein.

Für mich ist dieses Ohm mit – man möge mir verzeihen – spirituell-vergeistigtem drum-rum nichts, was mir gut tut. Es regt mich so derart auf, dass ich nur damit beschäftigt bin, weil ich mich nicht sein gelassen fühle, was für mich wichtig ist.

Mir scheint es, egal aus welcher Ecke es kommt, etwas Universelles und trotzdem Unterschiedliches für jeden Einzelnen zu sein.

Die drei Welten der Schamanen – untere, mittlere, obere

Dem könnte die heilige Dreifaltigkeit gegenüber stehen. Aber genauso, Leben, Paradies und Hölle, der Christen, Juden und Muslims im AT.

Die Priester können in den verschiedenen „Welten wandeln“, sollen die Instanz nach oben darstellen. Das gab’s auch bei den Ägyptern… Wenn ein Schamane auch als solcher gesehen wird, ist es wieder das Selbe, mit anderem Namen. Wobei der Vergleich schon hinkt, weil die Heilerfunktion fehlt, all in one sozusagen;).

DCS_0012Auf den (aus meiner jetztigen Sicht) kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, würde es bedeuten, der der etwas in Erfahrung gebracht hat, gleicht es ab, gibt es weiter, bietet es an, um etwas ins Gleichgewicht zu bringen, andere daran teilhaben zu lassen, wenn sie möchten oder es weiter zu ent – wickeln, wenn es noch Ver – wicklungen enthält.

Der „beste“ Ent – wickler ist der Schamane, er bereitet den Job „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“ vor, tut was er kann damit es möglich wird, der „Rest“ ist wieder das Eigene, was jeder draus machen möchte.

Allerdings sollten die Schamanen dann fortlaufend am Ball bleiben, was es so gibt auf der Welt und was was ist…, das habe ich nur in Buch Hackl’s heraus lesen können, bei den anderen dreien, war es nicht so enthalten.

Trancereisen

Die Trancereisen (mit Klienten) Trommelschlag u.a. werden dafür verwendet, die Gehirnwellen gleich zu takten. Oder, um den Zugang in eine der drei Welten zu ermöglichen.

DCS_0026Ich finde, das hat Parallelen mit z.B. Rosenkränzen, sie werden monoton in einem Singsang gesprochen und führen in der Konsequenz auch in einen anderen Bewußtseinszustand. Ebenso wie bei den Suffis die zu Klängen drehen, und Buddhisten die meditieren.

Da ist ein Link für mich zu den Neurowissenschaften und zur Hirnforschung.

Anmerkung: Aus meiner Sicht gibt es da aber einen hundsgemeinen Stolpergebirgszug, die Trance (unter falscher Anleitung) kann auch mit körpereigenen Drogen (Endorphinen) hantieren.
Was ich vor kurzem bei jemandem miterlebt, der drei Tag richtig am Ende war, nur noch weinte, sich zerstört und todtraurig fühle, unfähig sich auf etwas zu konzentrieren und dann ein Meditationswochende besuchte.
Nach dem Wochenende, war dieser Mensch voll im Hype und High (wie ich es nenne), als wäre er ausgewechselt worden. Von zu Tode betrübt und aus den tiefsten Tiefen hin zu: Himmelhochjauzend, in die höchsten Höhen.

In der Art fällt es für mich unter gefährlich fahrlässig. Gefühl und was ist, wegmeditiert, weggeblendet, aber noch genauso vorhanden, mit der körpereigenen Droge Endorphin nieder gebügelt, bis zum nächsten Aus-, Durch- oder Zusammenbruch.

Imaginationsreisen

Die Trancereisen in die drei Welten, die Hackl in ihrem Buch beschreibt, um herauszufinden, was ihrem Patienten fehlt oder die Krafttiere zu finden, erinnern mich an die Imaginationsreisen auf Reha.

DCS_0013Mir ging es zu der Zeit, mit Verlaub gesagt, dreckig. Die Imaginationsreisen waren geführt und mir taten sie gut. Sie sollten möglich machen, den sicheren Ort in sich selbst zu finden, dorthin wo man IMMER und jederzeit kann um zur Ruhe findet, wenn nichts mehr geht. Auszeit – zu jeder Zeit und von überall erreichbar.

Manche der Reisen waren ziemlich heftig, so dass ich abbrechen musste, weil zuviel hoch kam. Ich weiß nicht ob es das Selbe ist, halt es aber für ein ähnlich wirkendes Prinzip.

Ich lese bei Hackl einiges heraus, was auch auf Reha angeboten und praktiziert wurde. Kritischer Punkt für mich ist, dass es Situationen gibt, wo etwas seine Wirkung nicht entfalten kann.

Dort kommt Hackl „zum Einsatz“, mit den Reisen in die drei Welten und was sie macht. Die Berichte von Ärzten und Therapeuten in ihrem Buch, beschreiben gelebte Leben, wo Dinge Wirkung haben, wo ich sehr vorsichtig bleibe.

Es scheint mir wie Homöopathie, die Geister können sich daran scheiden.

Aber vielleicht ist es wie mit der Hummel, nach den Gesetzen der Aerodynamik dürfte sie nicht fliegen, aber sie tut’s einfach und schert sich nicht um Aerodynamik. Sie ist. Punkt.

Strukturen, Rituale, Achtsamkeitsübungen

hexnhaisl_glasVerbunden sind mit dem, was Hackl tut, Rituale, und die sind aus meinem Verständnis heraus alles, was ich tue, um bestimmte Dinge einzuleiten und mich auf sie vorzubereiten. Da werden die Übergänge für mich auch sehr fließend, da ich einiges gelesen habe, was ich aus dem NLP kenne.

Auf’s Einfachste (für mich) herunter gebrochen. Mein Morgenkaffee ist ein Ritual, das mich auf den Tag einstimmt, dass er jetzt beginnt, dass ich etwas zu tun, zu erledigen habe, dass da was ist, was ich tun will/möchte und oft auch nur muß…

Holz zu sammeln für ein Lagerfeuer, ist ein Ritual, es bereitet mich auf das vor, was ich zu tun vorhabe. Es sorgt mit dafür, dass ich den Wald nicht abfackle, wenn ich mir ein Lagerfeuer mache.

Rituale sind für mich nur Handlungen die mich auf etwas vorbereiten, damit ich mich auf etwas konzentriere, meine Aufmerksamkeit dorthin lenke/fokussiere.

Eigentlich fällt das sehr in die Abteilung Achtsamkeitsübungen – bewussten Umgang und sich runter-holen.

Ein Ritual wird es, indem ich diese Dinge nicht gedankenlos, eines nach dem anderem, zack-zack, schnell-schnell mache, sondern mich darauf einlasse. Wo ich in der Achtsamkeit ankomme, mit mir und dem was ich tue. Womit ich in das komme, was sich Neudeutsch „Entschleunigung“ nennt.

Die Krafttiere

Ich hab meinen Zoo der zu mir gekommen ist. Ich habe ihn gebraucht, um meine Geschichte in Worte fassen zu können, aushalten zu lernen, um zu verstehen, was mir passierte.

alphaIch hab meinen Zoo gebraucht, um zu sehen, in welcher Verfassung ich bin. Er war für mich da. Ich musste nicht suchen. So wie beschrieben wird, wie man zu seinen Krafttieren kommt, war das bei mir nicht.

Die zappendustere Periode meines Lebens hab ich oft mit: „ich war in einen Zwischenwelt“ beschrieben. Nur das trifft es wirklich, so fühlte es sich an. Dieses Empfinden hat mich zu den Märchen und Mythen geführt, wo ich die Symbole fand, die Bildsprachen, in denen sie erzählen. Zwei Geschichte in einer. Ich habe selbst mit dieser Methode gearbeitet, um das Meine zu fassen zu bekommen, ich habe es so gebraucht.

Ich bin auch in rasender Angst und Entsetzen zu meiner Co-Therapeutin auf Reha, als ein neues Mitglied meines Zoo auftauchte. Ich werde das in einem anderen Post beschreiben, vielleicht ließt jemand mit, der damit mehr anfangen kann.

Als mein letztes Zoomitglied hinzukam, bekam ich wirklich Angst. Erklären was ich erlebe, konnte mir niemand richtig, nur immer wieder sagen, ich erlebe nichts ungewöhnliches, mit mir stimmt alles. Also machte ich es wie mir Nahe gelegt wurde, zulassen was kommt.

Worüber ich auch nachdenke, im europäischen Kulturkreis verbinden wir klar definierte Eigenschaften mit Wildtieren. Wir tragen sie und ihre Eigenschaften in den Wappen.

In der Psychologie heißt es, was wir an anderen am meisten bewundern oder ablehnen, ist das, was wir selbst in uns tragen, aber es uns nicht gestatten zu leben oder einzugestehen. Da haben wir wieder Projektionen. Wir verlagern Eigenes nach außen, bekämpfen oder unterstützen es dort, um es danach in uns zu integrieren, wenn wir es annehmen können, als unseres oder wir werden immer abgedrehter, weil wir es ablehnen und nicht annehmen wollen.

Ein Teil dessen, das annehmen eigener Wesensanteile, ist wohl das mit den Krafttieren, aber es geschieht auch noch etwas anderes, wenn das was ich erlebt habe, das war, was mit Krafttieren gemeint ist.

Schamanisch Heilen

Zellgedächtnis vom Körper und ähnliches. Dass das so läuft, habe ich erlebt. Der Körper als bester Seismograph dafür: was mit und in einem ist und wirkt, so jemand ihn wirklich zu lesen versteht. Lernte ich ebenfalls auf Reha, durch die dortige Analytikerin, plus, mir „zuzuhören“, was spricht mein Körper? Es ist also so, wie es da beschrieben wird.

Die anderen Sachen auf die sie eingeht, gehen in Richtung Aufstellungsarbeit, was auch funktioniert, wenn man den richtigen Leiter der Aufstellung für sich gefunden hat. Die Sache mit der Genealogie und Epigenik, fällt für mich auch in die Aufstellungsarbeit hinein. Vieles davon geht in die Richtung des Buches: Der Körper kennt den Weg, des Dipl. Psychologen und Psychotherapeuten Johannes B. Schmid.

Punkt ist wie bei allem, an die richtigen Menschen zu geraten.

Seelenverlust

Mmmhhhhmmm. Ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Träume

Sind Verbindungen zu den anderen Welten und Botschaften, in dem Buch. Das waren sie aber auch bei Hexen und Heilerinnen. Da ist kein Unterschied. Davon wird auch bei den Orakeln in den Mythologien erzählt, auch von dem Schindluder skulpturdamit.

Auf Reha wurde oft von Packerln gesprochen, die immer hochblubben, wenn sich etwas löst, also der nächste Schritt frei wird. Mein Bild dafür war das von Päckchen, die am Meeresgrund festgeschnürt sind, es kommt eine unterirdische Strömung, löst eine dieser Schnüre, und zack, kann wieder so ein Packerl ankommen.

Diese Packerl, gehen an die Grundfeste, stellen vieles auf den Kopf. Aber nachdem sie angekommen sind, bzw. man sie ankommen lässt, wird es ruhiger, wenn man durch das geht, was sich meldet.

Wehren dagegen, macht es nur schlimmer = unerträglicher was ist…

Wenn diese Prozesse in Gang kommen, ändern sich auch die Träume. Das geht Hand in Hand. Das eine ist so wichtig wie das andere und gehört zusammen = zum Verarbeitungsprozeß, für mich.

Es gab bei mir bestimmte wiederkehrende Themen, mit selben Symbolen, die sich in den Träumen veränderten, weg von Zerstörung und Destruktivität, in denen ich sie vorher träumte. Bei mir war viel vom Krieg, Angriffen, zerbombten Landschaften, Zerstörung.

So Packerl geben zerstörtem wieder Leben, vormals verbrannte und verödete Landschaft, werden grün, lebendig, verändern sich… Das scheint mir dort auch rein zu gehören.

Es gibt auch eine Menge Menschen, denen Lösungen im Schlaf einfallen, wenn sie keinen „Bock“ mehr haben sich mit einem Problem abzuquälen, und justament da, fängt das Gehirn damit an zu spielen, und es kann zu Lösungen kommen, die vorher unvorstellbar waren. Lösung durch los-lassen oder heiterer: ich mag ned mehr…, macht „ihr“ mal…

Selbes Beispiel, wenn einem etwas partou nicht einfallen will. Je mehr man sich plagt, je weniger geht. Läßt man es sein, wendet sich etwas anderem zu, fällt es einem aus dem Nichts heraus ein. Das ist jetzt aus dem praktischen Leben, die Arbeitsweise des Gehirns scheint mir die Selbe wie oben.

Nehmen wir C.G. Jung’s kollektives Unbewußtes…, wo er davon ausgeht, elementare Grunderfahrungen des Menschseins, der Archetypen, sind miteinander verbunden und für alle unbewußt zugänglich. Ist das von der Seite eine „Schützenhilfe“, vorausgesetzt, man mag es so sehen. Bei meinen Träumen, meinte meine Therapeutin „Sie träumen ganze Drehbücher“. Unter dem Aspekt, den Hackl beschreibt, schaut mit das als was zum erneut darüber nachdenken aus…

Zum Buch & dem Leben

Es hat in jedem Fall Gehalt und Futter zum nachdenken. Sind auch Sachen mit bei, wie z.B. wie lebe ich, also wie gehe ich mit allem um?

„Gewöhnliches“ Leben. Wo ich was nehme, gebe ich was zurück.

wegeEin Bauer macht es ganz von selbst. Gehört dazu. Ein Mensch mit Gemüse- & Kräutergarten handelt genauso, läuft’s im Garten rund, blüht und wächst alles, wird der Teller bunt, jedes Jahr auf’s Neue.

Um was wächst und lebendig ist wird Sorge getragen – egal ob Lebewesen oder Pflanze, eben damit/weil es wächst/lebt. Die wenigsten werden wohl in Kategorien von Ressourcen denken, sondern in Kategorien von, das ist mein Garten, an dem freue ich mich, also kümmer ich mich um ihm. Gehört dazu.

Ist bei mir auch so mit einem grünen Dschungel auf dem Balkon, tut mir auch gut.

Um das was man liebt, gern hat, gerne sieht, Sorge tragen, bei Mensch, Tier, Pflanzen und Landschaft.

Schräg, dass da auch Schamanismus d’rauf steht…

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Monnica Hackl ist ausgebildete und praktizierene Heilprakterin mit Praxis in Isen (Bayern). Spannend finde ich ihre Zusammenarbeit mit der Schulmedizin. Wie sich beides ergänzt ohne Anspruch auf den einzig wahren Heilsweg.

Sie studierte Theologie, Germanistik und Sozialpädagogik bevor sie sich zur Heilpraktikerin ausbilden ließ. Nach langer intensiver Beschäftigung mit dem Schamanismus gilt sie heute als eine der bekanntesten schamanischen Heilerinnen, hat zahlreiche Bücher zu alternativmedizinischen Themen veröffentlicht und bildet Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten in Naturheilkunde aus. 

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