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gehört hab ich von dieser erpressungsnummer des öfteren. vorgewarnt hat man mich auch. aber die dreistigkeit mit der’s durchgezogen wird, die war dann doch wieder überraschend…

1501_6523normalerweise trägt madame zwei halsbänder. eines mit namen und telefonnummer zwecks potentiell möglichen flitzen gehen, und eines zum anleinen. nehme ich sie zum einkaufen mit, denke ich normalerweise dran, das halsband mit namen und telefonnummer abzunehmen, heute nicht…

ich binde sie fest an einer stelle, wo sie von der straße aus nicht zu sehen ist. mach‘ meine einkaufe, und wie’s der teufel will, veranlaßt mich etwas, mich anders zu verhalten als sonst. aus einem schaufenster zu sehen, wo ich sehe, wo sie angebunden ist. ist einer von den echten pennern dabei, sie grad loszubinden, um mit ihr weg zu gehen. zuerst klopf ich wie wild ans schaufenster, die type reagiert überhaupt nicht. da schoß ich aber aus dem laden,  wie von der terantel gestochen, und tat ziemlich laut kund: nehmen sie sofort ihre finger von meinem hund. wird’s bald…, aber zackig, denn der sah da immer noch keinen grund…

hat mich angesehen, hatte kein bisserl schlechtes gewissen, dass ich ihn erwischt hab, wie er meinen hund klauen wollte, um damit geld zu erpressen. letzteres kann ich ihm nicht nachweisen, denn das hat er nicht auf meine mailbox gesprochen. aber die ruhe in der er reagierte, als ich ihn erwischte, und wie er mich dann anging, als ich in fragte, was er hier überhaupt zu suchen hat, einkaufen war er hier ja nicht…, ja, der hund, der hätt‘ so einen verlassenen eindruck gemacht, da hat er sich gedacht, der ist hier vergessen worden… für so richtig blöd, hält einen, ein bestimmte art von pennern auch noch…

ich bin fast ausgerastet. nun gute 400 meter weiter ist ein obdachlosenheim, wo die hundeleute ihre hunde anbinden, ist damit wohl dort bekannt. und die, denen ihre hunde abhanden kamen, vor geschäften, wo sie angebunden waren, erzählten alle die selbe geschichte… die, deren anfang ich heute erlebte… dann kostete der spaß so an die 300 euronen, bis der jeweilige hund zurück gebracht wird…

ich fand’s auch dreist, wie die passanten reagierten. gibt es irgendwo laute stimmen, wird immer der schräg angesehen, der schreit und sich wehrt. dass irgendjemand eingreifen würde, wenn man als schlampe und sonstiges beschimpft wird, passiert nicht. schräg angesehen wird man, als wär man assozial… wenn alles vorbei ist, kommt die scheinheilige frage, was war denn da los? es wirkt die gier auf sensationsgeschichten, denn jetzt kann ja nix mehr passieren… das ist ganz schön widerlich von den einen, wie den anderen…

nun ja, ich werd‘ da besser auf meinen hund und mich aufpassen, dass ich nach unseren freigängen, nicht vergesse, so ich sie irgendwo kurz alleine zurück lassen muß, das halsband mit namen und telefonnummer abzunehmen, denn es ist eine einladung, geld zu erpressen.

es braucht im übrigen keine 5 minuten, bis einer der’s drauf anlegt, sich an den hund heran macht, und ihn mitnimmt.

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