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Tierparkbrücke im letzten Winter;)

Tierparkbrücke im letzten Winter;)

Mit Hund und auch ohne, erlebt man in Städten, auch München, oft Schoten, die sind kaum zu glauben.

Vor Hund, hab ich davon nicht soooviel mit- oder abbekommen, mit Hund, muß ich dann doch schon damit rechnen, und lauf dennoch oft ins imaginäre Messer.

Heut‘ bei Aldi in der Warteschlange, hat sich das wiederholt, was ich mit Hund auch oft erlebte. Da stehst dann da, und fragst Dich, was war jetzt das?, oder zitterst, weil die Situation so heftig war.

Bei Aldi heute, sah’s so aus, steht eine Mutter mit Kinderwagen vor mir an der Kasse, vor ihr eine andere Frau. Eine neue Kasse macht auf, die Mutter samt Kinderwagen will die Warteschlange wechseln. Eigentlich gehört sowas ja zum normalen Leben.

Die Frau vor ihr, die den Weg versperrt, bittet sie mindestens fünfmal, dass sie sie vorbei, zur anderen Schlange läßt. Die rührt sich aber keinen Millimeter, tut als würde sie nichts hören. Irgendwann wird die Mutter vehementer, ihr Stimme durchdringender, das Kind im Kinderwagen quängelt, die Frau vor ihr reagiert immer noch nicht, im Gegenteil, von Hinten macht es den Eindruck, als würde sie sich jetzt erst recht in den Weg stellen. Jetzt wird das Kind immer ungeduliger, fängt an im Kinderwagen rumzuwebsen, und streift beim zappeln doch glatt, welch ein Affront, mit seinem Fuß das Hosenbein der Frau die partou nicht weichen will.

Und schon geht’s zur Sache, sie mandelt sich auf, als hätte das Kind ein Kapitalverbrechen begangen. Weicht aber weiterhin keinen Millimeter zur Seite. Dafür macht sie die Mutter rund. Auf dem schwarzen Hosenbein ist aus eineinhalb Metern kein Fleck, kein Schmutzwischer, kein Nichts zu sehen. Aber jetzt geht’s um waschen und Reinigung, die Szene hat Potential sich noch richtig „gut“ zu entwickeln. Je mehr sich die Mutter bei der Frau entschuldigt, dass ihr Kind das Hosenbein der Frau mit seinem Fuß gestreift hat, je mehr scheint sie Oel ins Feuer zu gießen. Jede Entschuldigung scheint die Frau noch mehr anzuheizen, die Mutter mit Kind rund zu machen. Sie hat ihren Prellbock befunden, bei Aldi in der Warteschlange.

Rundherum allgemeines Kopfschütteln, der Mutter wird angeboten vor zu gehen, von Wartenden der Schlange daneben, was die Sache nicht besser macht. Das erzürnt die andere noch mehr. Sie gibt keine Ruhe, sie will den Streit an der Kasse, sie will sich austoben, sie hat genau darauf gewartet, dass sich diese Situation ergibt.

Ich stand da in der Schlange, und ich fühle mich an so einige Situationen mit Hund am Flaucher in München erinnert. Da geht’s auch streckenweise so zu. Ich meide das Gebiet inzwischen, gehe wo anders hin mit Hund, weil es da viele gibt, die genauso drauf sind, und nur auf eine Situation warten, um austicken zu können, und ihre Wut, auf was immer, an anderen auszulassen, die gar nichts dafür können.

Die Situation heute bei Aldi ließ sich auflösen, die Mutter aus der „Gefahrenzone“ lotsen. Als das passiert war, rauschte die andere Frau wutentbrannt ab, ans andere Ende des Ladens…, raus aus den Warteschlangen.

Mit Hund ist mir während der Feiertage auch so eine schräge Geschichte passiert. Da hat mich der Hund eines anderen Standepedes umgerannt, volle Kanne in die Kniekehlen, und schon ich lag am Boden. Mein erster Satz war, sowas darf nicht passieren. Ist es mir bis dato auch noch nie. Mehr konnt ich gar nicht sagen, und stand auf. Danach ging es rund, nahm der fremde Hund wieder Kurs auf mich, frontal von Vorne, ich hatte kein Lust schon wieder am Boden zu landen, weil ein Hund mich ummäht, und stoppte ihn. Sofort ging es ab, ich solle gefälligst meine Finger von dem Hund lassen, und mich um den meinen kümmern. Ich war sowas von baff, wahrscheinlich von der selben Art, wie die Mutter heute bei Aldi. Der Typ dem der andere Hund gehörte, ist ziemlich ausgerastet, von der selben Art, wie die Frau in der Warteschlange.

Anscheinend sind Städte Sammelbecken für solche Menschen, ideale Haltungsbedingungen, irgendwo findet sich immer jemand, der den Prellbock abgibt. Ich merk’s immer mehr, wie heilfroh ich bin, wenn ich München den Rücken kehre, ‚gen Süden, Richtung Berge, da wo mehr Platz und aus dem Weg gehen möglich ist, und auch sonst andere Lebens- und Haltungsbedingungen herrschen – sogar bei Aldi;).

Da hat das Leben in ländlichem Umfeld wirklich deutliche Vorzüge. Für gewöhnlich kennt man die speziellen Kandidaten vom sehen, und kann ihnen großräumig ausweichen, in der Stadt ist das deutlich schwieriger, da kommen laufend Neue hinzu, und es kann einen jederzeit erwischen.

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