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Was schreiben? Nix schreiben? Oder… doch schreiben?

Ja, hab ich gestern nicht schlecht gestaunt, als ich in den Nachrichten von der Neuauflage der Vorratshaltung vernahm. Heute ein bisschen quer gelesen, unter anderem da Hamsterkäufe und „Weckeffekt“: Die Fakten zum neuen Zivilschutzkonzept und dort So will die Bundesregierung im Kriegsfall reagieren.

Sagen wir mal, ein etwas ungünstig gewählter Zeitpunkt für die Neuauflage, und andererseits: Wann wäre es denn kein ungünstig gewählter Zeitpunkt gewesen? Die letzten zwei Jahre fällt mir kein günstiger Zeitpunkt ein.

Auf eine paradoxe Weise hat’s mich aber amüsiert – vor dem Hintergrund – dass vor ein paar Monaten eine heiße Debatte darüber lief, dass das Bargeld abgeschafft werden soll. Was steht nun akkurat auf der Liste für die Vorratshaltung: Der Bürger sollte in ausreichender Menge Bargeld zu Hause haben. Damit ist die Abschaffung des Bargelds wohl vom Tisch. Sonst haut’s mit dem Zivilschutz nicht hin, dem warum und wieso…

Bei den Lebensmitteln die bevorratet sein möchten, pro Person

28 Liter Getränke
Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (zusammengenommen 4,9 Kilo),
Gemüse und Hülsenfrüchte (am besten eingekocht oder Konserven, 5,6 Kilo)
Milch und Milchprodukte (3,7 Kilo)
Obst und Nüsse (3,6 Kilo)
Fisch, Fleisch, Eier oder länger haltbares Volleipulver (2,1 Kilo)
Fette und Öle 0,5 Kilo.
Andere Dinge wie Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Mehl oder Ravioli sollen „nach Belieben“ eingelagert werden.

könnte es in 1-Zimmer-Appartements ein bisschen eng werden. Und ansonsten…

Nein, 28 Liter Getränke, werde ich sicher auch künftig nicht zu Hause haben. Es bleiben die bisherigen Menge, sechs oder zwölf 1,5-ltr-Flaschen Wasser. Reguläre Bevorratung. Auch beim Essen wird sich bei mir nichts ändern, das was ohnehin immer im Kühlschrank ist, was den Kühlschrank füllt, was an Nudeln, Reis etc. sowieso im Vorratsschrank ist, was es an Tomaten braucht für Pasta, außerdem Oliven, Kapern, usw., eben all die Dinge, die keinen Sinn machen, jedes Mal einzeln dafür los zu rennen. Ich möchte was ich gern mag prinzipiell zu Hause haben – macht das Leben leichter. Braucht es keine Liste für den Katastrophenfall, reicht sowieso zwei Wochen lang.

Interessant, was alles wieder kommt, wie es wieder kommt, wie es interpretiert wird, wenn’s wieder kommt. Den richtigen Zeitpunkt dafür gibt es ohnehin nie.

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