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k_handwerk_markt_06Einen neuen Wintermantel – in lang/maxi – hätte es gebraucht.

Betonung auf Winter, plus Mantel, plus lang! Da denkst, lebst in einer Großstadt, theoretisch müßte es doch alles geben, inklusive solcher Mäntel.

… und staunst nicht schlecht. In regelmäßigen Abständen ändert die Bekleidungsindustrie nicht nur die Größen sondern auch die Bezeichnungen. Was einst, noch nicht so lange her, sagen wir 5 Jahre, unter Jacke lief, nennt sich heute Mantel.

Unter langem Wintermantel verstehe ich ein Bekleidungsstück, das weit unters Knie reicht, da dem Begriff Mantel der Winter voran gesetzt wurde, sollte der aus festerem und wärmendem Material gefertigt sein.

Was ich in rauen Mengen und Preisklassen fand waren Parkas, und was ich (noch) Jacke nenne, aber nicht, was ich unter Mantel verstehe. Ich hab keine Lust im Winter großartig zu frieren, und weiß die Vorzüge eines Maximantels durchaus zu schätzen. Modisch gesehen, lebe ich mit meinen Ansprüchen hinterm Mond…, aber mich friert’s in doppelter Hinsicht, wenn ich mir ansehe, was sich inzwischen Winternmantel nennt.

Die so oft gepriesene Vielfalt des Netzes nutzend, machte ich mich auch dort auf die Suche. Keine langen Winter(!)mäntel zu finden – in angemessenen Preislagen, also unter 300 Euro. Dafür wieder jede Menge (was ich) Jacken (nenne) und Parker.

Meine letzte Hoffnung heißt jetzt Second Hand. In den späten 1990gern waren Maxiwintermäntel aus festem und wärmenden Stoffen schwer im Trend. Dabei unterhielt ich mich letztens mit einer Frau, Thema war, wo ist die Individualität geblieben? Irgendwie sehen inzwischen alle gleich aus, auch in einer Großstadt. Nur die Marke, also der Preis macht noch einen Unterschied. Ganz schön fad. Das warum ist jetzt geklärt – gibt überall nur das Selbe…

So heißt die letzte Hoffnung, in mehrfacher Hinsicht: Second Hand.

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