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Letzte Woche sah ich „uns“ davon noch weit entfernt. Seit Sonntag dagegen sind wir ganz nah dran, dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende geht.

Ich habe mit Verlaub gesagt, eine Scheißangst. Ich tue was ich kann, ich tue nichts was nur hinauszögert, was sich nicht vermeiden läßt.

Herrn Katers Herz macht nicht mehr richtig mit. Und Herr Tod „hockt“ sich nicht mit mir in meine Küche, spielt Karten, läßt sich von mir mit Schnaps abfüllen, so dass ihm wie beim Brandner Kasper, noch ein paar Jahre abluchsen könnte…

Herr Kater hat für mich, so gut wie von jetzt auf gleich, aufgehört zu fressen. Plötzlich schmeckte nicht mehr, was davor immer schmeckte. Ein Häppchen wurde genommen, der Rest verschmäht. An etwas ernsthaftes dachte ich erst noch nicht. Herr Kater nahm ab, in einem Tempo, dass mir schwindlig wurde, wir sind zum Tierarzt, die Lage war richtig ernst.

Bei einer meiner Katzen, die 18 wurde, versuchte ich in ihrem letzten Jahr viel, was die Schulmedizin anbot, um ihr sterben hinauszuzögern. Heute würde ich es nicht mehr so machen, sterben hinauszögern halte ich nicht für Leben verlängern. So schlackern mir jetzt doppelt und dreifach die Knie, jeden Tag, wenn wir zum Tierarzt gehen.

Ich habe eine Scheißangst vor dem, was in nächsten Tagen eintreten kann. Ich hab‘ „uns“ vom Tag X noch soweit entfernt gewähnt, doch scheint er jetzt ganz nah zu kommen. Wie immer sich was ist ausgehen wird in den nächsten Tagen, 18 Jahre werden wir nicht schaffen. Das „da’schlagt“ das Herz meines Herrn Katers auf keinen Fall mehr.

Frau Hund merkt auch, es is‘ was ganz anders, Herr Kater schläft seit 3 Nächten auch bei ihr, und liegt er tagsüber in ihrem Hundebett, legt sie sich davor und paßt auf.

… und da schau‘ ich mir vorletztes Wochenende Marley & ich an, und eineinhalb Wochen später, stehe ich auch da.

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