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…. und fuchsteufelswild.

(ganz unten, die Katzenkids die Ende Mai bei uns einziehen werden, vom Bauernhof!)

In Sachen „Heimtiere“, das was früher mal Haustiere waren. Und in Sachen Katzen, weil ich mich umhöre, umschaue, in Sachen Frühjahrskatzerl, Maikatzerl, wie das anno dazumal genannt wurde.
Da lese ich dass über Bauern hergezogen wird, dass es nur so kracht. Ja, gibt Bauern, die sich nur Katzen halten, damit die Sache mit den Mäusen im Gleichgewicht bleibt. Denen die Katzen wirklich komplett egal sind, Hauptsache das mit den Mäusen funktioniert, der Rest interessiert sie nicht, egal wie grauslig es ist… Solche Leute/Menschen gibt’s aber überall, und egal wie und wo, sie werden sich immer so verhalten. Da bringt der Tierschutz rein gar nichts, macht’s nur noch schlimmer, durch den erhobenen Zeigefinger… und die Mitleidstour.

Die Bauern, die ich kannte, sind die, die ihren Katzen Futter hinstellten, und die Katzen gingen trotzdem auf Mäusejagd. Diese Katzen waren Mitglieder der Hofgemeinschaft, Nachts landete die erlegte Beute vor der Haustür des Bauernhauses. Damit die Bauersleute nicht verhungern;). Die Katzenjungen die auf diesen Höfen zur Welt kamen, wurden so ziemlich alle beim Tierarzt vorstellig. Kamen die Katzenjungen, gab es je nach Charakter der Tiere, die, die ins Haus geholt wurden, für sie fanden sich anno dazumal immer Leute, die sie gerne bei sich aufnahmen, oft die, die dort abends Milch holten, bzw. die dann wieder jemanden kannten…, so nahmen die Dinge ihren Lauf und sehr oft einen guten, ohne irgendwelche Mitleidstouren und Heischerei mit Leid…

Andere Katzenjunge, die den Charakter eines Freigeistes hatten, bleiben auf dem Hof, manche hatten nichts gegen Streicheleinheiten einzuwenden, sie kamen, sie gingen, wie sie es wollten. Waren sie krank, und der Tierarzt eh auf dem Hof, kümmerte er sich auch um sie. Diese Art Bauern ist es, die ich immer wieder kennen lernte. Soviel zu dem wie Katzen auf Höfen AUCH leben!

Nachdem meine 18 Jahre alte Katze gestorben war, bis meine beiden Tiggers vom Bauernhof zu mir kamen, quartierte sich in regelmäßigen Abständen ein Stadtkater bei mir ein. Er hatte ein festes zu Hause, wo’s ihm gut ging. Ihm gefiel es aber, immer ein paar Tage zu ganz unterschiedlichen Leuten auf Besuch zu kommen. Es stellte sich heraus, dass er im ganzen Viertel seine Plätze hatte. Er trug keine Bombe um den Hals, und eine Täto am Ohr fehlte ebenfalls. Katzen wurden damals längst noch nicht gechipt. Ein Tierschützer, hätte ihn bestimmt zur vermitteln versucht, weil, war ja vordergründig ein „herrenloses“ Tier. Dabei hat der Kater nur gelebt, wie es seinem Wesen entsprach. Manchmal sah er abgerissen aus, wenn er sich wieder Revierkämpfe lieferte, aber er wußte genau wo es ihm gut ging, wann er wo hin gehen mußte. Er wurde recht alt, hat sein Leben als gern gesehene Gastkatze mit freiem kommen und gehen in verschiedenen Haushalten, bei trotzdem festem Wohnsitz sichtlich genossen. Einmal verließ ihn das Glück, er wurde angefahren, sein Mensch ließ ihn operieren, eine zeitlang war er vorsichtiger, bis er wieder ganz der alte Rabauke war, überall zu Hause, und immer schwer unterwegs…, trotz Kastration. Eine echte Katze eben, ihr ganzes Katzenleben lang.

Wie würde es wohl so einem Freigeist von Katze ergehen, würde sie einem Tierschützer in die Hände fallen?

strandfeeling

In Sachen Hund geht es mir aber oft kein bißchen anders. Bitte danke, keinen Stock mehr werfen. Der könnte im Boden stecken bleiben, und der Hund sich damit im Rachen aufspießen. Als verantwortungsvoller (wie ich dieses Wort inzwischen haße, und für was es alles herhalten muß) Tierhalter, soll ich Plastikspielzeug werfen. Wie wäre es damit, einfach eine andere Wurftechnik anzuwenden, eine mit der der Stock erst gar nicht im Boden stecken bleiben kann, so geht’s nämlich auch…

Weitergeht’s mit Freßnapf und Konsorten, was heutzutage ein Heimtier alles braucht, was Leute alles kaufen, ich hab’s aufgegeben von einem ich glaub’s nicht ins nächste zu fallen. Ich bin längst beim, wundern, wundern, wundern angekommen…

Dann klagt der Tierschutz, dass die Heime voll sind. Wundert mich nicht. Rassekatzen werden für 250 € im Internet feil geboten. Daneben die Anzeige eines X-beliebigen Tierschutzvereines, der hiesige und Katzen die noch im Ausland sitzen, für eine Schutzgebühr zwischen 90 und 180 Euro anzubieten versucht. Die Beschreibungen der Katzen triefen nur so vor: Du mußt jetzt Mitleid haben, Du mußt mich jetzt aber nehmen, das Leid das ich erfahren habe ist unermeßlich. Nicht auszuhalten, diese Art des feil bietens. Genausowenig, wie sehr Katzen auf Kuscheltiere reduziert werden.

Haus & Hoftiger

Es gibt Dinge die ich nicht mehr verstehe. Katzen brauchen einen gesicherten Garten, bei einem Balkon, kann ich das noch nachvollziehen, bei einem Garten hört’s auf. Katzen sind Freigeister, sie kommen und gehen, sie sind Individualisten, wenn sie ihr Zuhause und die dazugehörigen Menschen mögen, bleiben sie sowieso, da braucht’s kein einsperren in „gesicherte“ Gärten.

Ich komme auch nicht mehr mit, wenn ganze Wohnzimmer, zu Katzenzimmern umgebaut werden. Draußen vorm Fenster aber ein Garten mit real existierenden Bäumen etc. pp. vorhanden ist, in dem die Katze, einen Spaß hätte, wie sie ihn in keinem vom Menschen erdachten Katzenzimmer je haben kann.

Ich sehe mir die deutsche Welt, weil die ist es, die ich gerade sehe, der Tierhalter an, und kann mich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass jetzt versucht wird, mit Katzen, Hunden und anderen Haustieren, das zu veranstalten, was Menschen mit sich selbst veranstalten.

Nein, Menschen fahren nicht mehr Fahrrad, sie machen Sport. Menschen traben im Fitnesscenter auf Laufbändern, jagen ihren Puls in die Höhe, das könnte man aber draußen aber genauso…, da würde man sogar noch was sehen und erleben…, so man den Blick nicht ständig auf’s Smartphone fixiert hätte…

Hunde müssen zum Agility, eine Hundehalter der das tut, ist verantwortungsbewußt… Mein Hund springt über Büsche, rennt Hänge mit mir hoch, klettert auf Bäumstämme, schwimmt in Flüssen, sucht sein Lieblingstrockenfutter, das ich für ihn verstecke, und hat einen Heidenspaß daran. Ich werfe Stöcke, nur stecken die bei der Landung, dank Wurftechnik nie in der Erde, und, und, und…

Mir ist diese neu entstandene Marketingwelt der Tierhalter zu abgedreht und weltfremd. Und das Geschäft mit und rund um Haus- und Heimtiere finde ich einfach nur ekelhaft.

Ich bin gespannt, woher und vor allem wie die zwei Stubentiger die wir aufnehmen möchten zu uns finden. Die Welt ist seit meine Tiggers 2003 zu mir kamen, so eine andere geworden, und ganz ehrlich, ich fand die alte besser, sie war normaler, da waren Katzen Katzen und Hunde Hunde, man fand sich einfach (im doppelten Wortsinn).

In den nächsten Wochen, werde ich nun doch noch über Land fahren, verschiedene Höfe abklappern, direkt fragen, das wird die beste Methode sein.

ohm

Was ich gestern im Netz gesehen/gelesen habe, hat mich ehrlich geschockt. Haustiere sind heute fast nur noch Geschäft. Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass sie zu sogenannten Lifestyleprodukten wurden, alleine schon bei den Mengen an Katzen, die nach einem, zwei, drei oder mehr Jahren, angeblich so schweren Herzens abgegeben werden müssen, natürlich gegen einen Obulus. Da kann es einem wirklich nur noch schlecht werden. Mir jedenfalls.

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Kaum zieh ich so richtig vom Leder, grand’l was das Zeug hält, hat es sich entschieden.

Das werden unsere neuen Mitbewohner, direkt vom Bauernhof, genauso wie ich’s mag. Sand di ned herzig;) und astreine Bauernhofkatzen;) Ende Mai, ist es soweit;) FREUDE, die hellgraue und weiß/rote is‘ es…

tiggers vom bauernhof

 

 

 

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