Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , ,

in einem Land wie Deutschland.

Aktuell bin ich im Einsatz für eine kleinere Hilfsorganisation. Sie sammelt Gelder für Projekte die Kindern helfen sollen. Sei es um warme Mahlzeiten zu organisieren oder teure Operationen zu finanzieren, die Krankenkassen nicht übernehmen. Dafür werden eigens Fundraisingaktionen initiiert, denn Stiftung ist es keine, für die ich befristet als Leiharbeitnehmerin arbeite.

Die Organisation sammelt u.a. auch für sozial schwache Familien, dazu zählen inzwischen auch Familien die ihr Einkommen über Leih-/Zeitarbeit erzielen. Womit die Organisation um Spendengelder wirbt.

Mein eigener Vertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen ist befristet, und kam ausschließlich auf diesen einen Einsatz bezogen zustande.

Meine Kündigungsfrist, eine Woche, dieselbe wie zwischen Verleiher und Kunde.
Die Hilfsorganisation, war darüber vor Vertragsabschluss im Bilde.
Es wäre ein einfaches gewesen, mich für den selben Zeitraum direkt und befristet anzustellen – abgesehen davon, in Zahlen für die Organisation auch günstiger. Man entschied sich dagegen.

Sehr unschön fand ich auch, als man versuchte, Jobs, die ich nur frei und auf eigene Rechnung übernehme über den Zeitarbeitsvertrag einzufordern und abzurechnen. Jobs die mit was eine Bürokraft macht, wirklich rein gar nichts mehr zu tun haben.

Die Zusammenarbeit nähert sich nun langsam dem Ende. Ich bin wirklich nicht traurig darüber.

Ich sog mir Facebookposts aus den Fingern. Ein Post täglich, war eine der Aufgaben. Egal was und wie abgedroschen. Hauptsache die Leute springen darauf an, und sie sprangen darauf an.
Ich schrieb Bettelbriefe für Sachspenden. Ich erlebte wie erfolgreich um Sachspenden gebettelt wurde, die Spende aber eine ganz andere Verwendung fand, als die angegebene.
Ich hörte mir an, dass man von Hartz IV leben kann. Die Summe ausreichend wäre, für alles was man braucht. Dann hörte ich von einem Selbstexperiment. Es scheiterte kläglich, weil das Geld einfach nicht reichte. Aber alles nur eine Frage der Selbstorganisation, daran sei man gescheitert, nicht am vorhandenen Budget…
Ich las Bettelbriefe verzweifelter Menschen, die abgewiesen wurden. Andere wurden bedacht. Warum dem einen geholfen wurde und dem anderen nicht, konnte ich nur in seltenen Fällen ergründen.

Angefordert war über Zeitarbeit eine Bürokraft. Viel von dem was ich dort machte, hatte mit dem Job einer Bürokraft wenig zu tun. An sich nicht tragisch, wenn die Bezahlung entsprechend wäre – und was auch immer es ist, gerade laufen würde.

Manche Sachen dort sind gut. Andere wiederum, erweckten bei mir den Eindruck, diese Organisation wurde zur reinen Selbstprofilierung gegründet.

Gemocht habe ich es nie, wenn Organisationen mit diesen mitleidheischenden Bildern und Texten arbeiten. Jetzt konnte ich hinter die Kulissen blicken – ja für mich ist es berechtigt es abstoßend zu finden.

Werbeanzeigen