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oder etwas anderes? Bei „uns“ wohl etwas anderes, um es vorweg zu nehmen.

Begonnen hat die Odyssee vor fast 3 Jahren, mit Malassezien im Ohr. Der Müff war gigantisch und der juckende Belag in den Ohren rostbraun. Mit Surolan ging es weg. Kurz danach begann die Sache mit den rostbraunen Pfoten, mal alle, mal nur die hinteren oder vorderen, mal nur eine.

Die Tierärzte, insgesamt vier, waren über Jahre der Meinung: „Warum Frau Hund sich ständig die Pfoten leckt und beißt, kommt vom Futter. Futtermittelallergie führt zu starkem Juckreiz, der wiederum, zu ständigem lecken und beißen der Pfoten, was die rostrote Farbe der Pfoten erklärt.“

Meine Theorie war eine andere. Mit den Ohren hat es angefangen, nachdem sie einen Nachmittag mit einem Hund verbrachte, den wir danach nie wieder trafen. Sie hat sich mit etwas angesteckt. Durch das Anfangs häufige und heftige kratzen am Ohr, gelangte es auf die Pfoten und Nägel. Sie begann sie zu lecken und beißen, so übertrug es sich weiter. Kam an Maul, Vulva, Anus und auf den Nasenrücken. Eine Theorie der sich keiner der vier Tierärzte anschloss.

Wir probierten darum mit der Zeit alles mögliche an Futter aus. Trocken, naß, frisch, barfen, Pferd, Rind, etc. pp. unterschiedliche Hersteller, teuer, billig, die Sache änderte sich aber nicht.

Sie bekam Spritzen, die nichts brachten.

Wir sollten an einem sündhaften teuren Spezialprogramm für Allergiehunde teilnehmen. Ich verweigerte. Für so etwas gab’s vor 20 Jahren, das Futter vom Hersteller gratis, plus ein Honorar für die Studienteilname als Proband.

Mal waren die vorderen, mal die hinteren Pfoten stärker befallen. Schließlich breitete es sich weiter aus, die Lefzen bekamen einen rostroten Rand und Ellbogen, Anus, Vulva, und auch Bauch war partiell betroffen. Sie war nur mehr am kratzen und lecken. Schubberte mit dem Hintern am Boden entlang, wenn’s ganz besonders schlimm war.

Vor 8 Wochen ging es am Nasenrücken los. Eine vielleicht 1 Euro große rostbraune Verfärbung die sie juckte wie die Pest.

Wieder zum Tierarzt, wieder gelöhnt. Der Tierarzt sah sich den Hund nochmal an. Wieder sagte ich, für mich sieht es aus wie eine Infektion die sich weiter und weiter ausbreitet. Bei Menschen geht so etwa auch nicht von selbst weg, sondern muß behandelt werden.

Sieht man sie genau an, sieht man an jeder der Stellen auch viele kleine schwarze Punkte. Vor allem in und um die Hautfalten herum. Das sei nichts ungewöhnliches bei Hunden die auf Futter allergisch reagieren, war die Antwort.

Man könne die Analdrüsen ausdrücken, das könnte wenigstens Linderung am Hintern verschaffen. Wir versuchten es. Nur es änderte sich nichts. Der Hund sei Psycho, weil er nicht aufhört sich zu beißen, hieß es am Ende. Verrückte Welt. Seltsam sei aber, dass sie an den Seiten nicht kratzt, wenn man sie wie beim kitzeln berührt. „Allergikerhunde“ reagieren da für gewöhnlich.

Diesmal wurde uns Kortison angeboten, einem anderen Hund hätte es geholfen, als er dabei war sich die Pfoten „schwarz“ zu beißen. Ich habe abgelehnt, bin von der Allergietheorie nicht überzeugt.

Die Tierärztin gab uns diesmal noch ein Allergieshampoo „Allermyl“ mit, das helfen sollte. Davon gab es ein wundervolles Fell, aber mir schien, mein Hund kratzte und biß sich danach nur noch mehr.

Nachdem nichts half, entschied ich, ihr den Hundetrichter überzuziehen. Kann sie nicht lecken und beißen, müßten die Verfärbungen schwächer werden und der Müff – wie bei den Malassezien vor Jahren in den Ohren – aufhören. Nach 2 Wochen mit Hundetrichter waren das Rostrot und der Müff unverändert.

Ich recherchierte die Bestandteile von Surolan.

Miconazolnitrat als Creme half nicht – schien den Juckreiz eher zu verstärken.

Chlorhexidine Powder hingegen wirkte schlagartig! Davon gibt es 50gr in Onlineapotheken für knapp 6 Euro. Es wird auch in der Säuglingspflege eingesetzt, um Infektionen zu verhindern.

Seit 2 Wochen sind wir dabei. An allen Stellen die sie kratzte und biß geht die rostrote Verfärbung sichtbar zurück und auch ihr Geruch verändert sich.

Die ersten Tage war es notwendig den Puder 3x täglich auf die befallen Stellen aufzutragen. Inzwischen sind wir bei 1 x täglich angelangt. Sie schläft die Nächte durch und pendelt nicht mehr unruhig zwischen verschiedenen Schlafplätzen. Sie hält mir ihren Kopf hin, damit ich die Stellen an Lefzen und Nase pudere. Um Pfoten, Bauch, Anus und Vulva zu behandeln, legt sie sich freiwillig hin, hält mir die Pfoten entgegen.

Chlorhexidine nimmt den Juckereiz und gehört zu den oberflächenaktiven Ammomniumverbindungen mit bakterizider Wirkung. Es hat eine breite antimikrobielle Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Hautpilze und Hefen.

Chlorhexidine Shampoo habe ich inzwischen in GB bestellt. Dort gibt es einen Liter für 5 Euro (zwar kein Clorexyderm® Shampoo), während ich hier für 250 ml Clorexyderm® Shampoo um die 17 Euro bezahle…

Verrückt, dass keiner der vier Tierärzte, darauf kam. Aber egal, jetzt haben wir etwas das hilft. Ich bin guter Dinge, dass wir die Sache, was immer es ist, so ganz in den Griff bekommen.

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